16.09.2002

Das islamisch-albanische Kulturzentrum (IAK) in Kassel, auch bekannt als die albanische Moschee, wurde im Jahre 1994 von albanischen Gastarbeitern aus Mazedonien, Kosovo und Montenegro gegründet, um die religiösen Verpflichtungen vollziehen zu können. Vor der Gründung des IAK haben diese Menschen die türkischen Moscheen besucht, um die religiösen Riten – Beten – durchführen zu können; es war Ihnen aber nicht möglich der Predigt des Vorbeters, in einer ihnen unbekannten Sprache, zu folgen. So wurde die Gründung des islamisch-albanischen Kulturzentrums initiiert. Die Predigt, der religiöse Unterricht und die weitere Organisierung sollten in der albanischen Sprache stattfinden, um die Islamische Religion und ihre humanen Vorzüge kennen zu lernen.

Neben der Haupttätigkeit, dem Gebet, werden im IAK nach Bedarf Aktionen gestartet, vorzugsweise im humanitären Bereich, z.B. während der Krise im Kosovo und Mazedonien. In Zusammenarbeit mit anderen albanischen Vereinen wurde eine hervorragende Arbeit geleistet um für die Landesleute in der Heimat Medikamente, Nahrung, Wäsche etc. während der Krisenzeiten zu organisieren. Humanitäre Hilfe – wenn auch nur in einer symbolischen Höhe – hat auch für andere Bedürftige nie gefehlt.

IAK leistet auch erfolgreich Hilfe – für Mitglieder und Nicht-Mitglieder gleichermaßen – in der Lösung verschiedener Probleme innerhalb der Familien, zwischenmenschlichen Beziehungen etc.

Da die meisten Mitglieder des IAK aus dem Mazedonien und dem Kosovo stammen ist das Zentrum stets bemüht Kontakt mit den relevanten islamischen Vereinigungen aus diesen Ländern zu halten. Diesbezüglich wurden wir von den Vertretern dieser Vereinigungen besucht – vor allem während des Monats Ramadan.

Die lokale Zusammenarbeit mit anderen Islamischen Vereinigungen in Kassel ist leider sehr gering – ja fast null. Für die Zukunft hoffen wir, dass diese Zusammenarbeit anwächst – nicht nur mit den islamischen Vereinigungen sondern auch mit nicht-islamischen und auch nicht-albanischen: nur so können wir uns besser kennen lernen und uns besser verstehen, respektieren. So kann die Toleranz gestärkt und Extremismus vernichtet werden.

Hier sehen wir auch, dass die Arbeit des Ausländerbeirates eine wichtige Rolle spielt. Dieses Forum sollte dementsprechend auch genutzt werden, um einander besser kennen zu lernen. Aus diesem Grund sind wir dem Ausländerbeirat sehr verbunden und dankbar, die es uns ermöglicht haben, uns bei den Lesern der Zeitschrift GEMEINSAM vorzustellen. Diese Zeitschrift ist die Gelegenheit voneinander mehr zu Erfahren in einem Land, wo wir GEMEINSAM leben.

Am Ende möchten wir uns mit dem islamischen Gruß verabschieden: „Esselamu alejkum ve rahmetullah!“ („Der Friede und die Gnade Gottes sei mit Euch!“)

Albanisch-Islamisches Kulturzentrum
Imam Shaban Mehmeti